
Berlinde De Bruyckere, Lichaam (corpse)
30.06.2026, 13:00- 13:15 Uhr
Berlinde De Bruyckere (*1964) zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen Belgiens und internationalen Bildhauer*innen der Gegenwart. Sie ist bekannt für ihre eindringlichen Skulpturen, die sich mit Verletzlichkeit, Vergänglichkeit und körperlichem Leiden auseinander setzen und den den Betrachter*innen sprichwörtlich »unter die Haut« gehen.
Im Zentrum steht „Lichaam (corpse)“: eine verstörende, pferdeähnliche Skulptur aus Pferdefell, Pferdehaar, Epoxidharz und Eisen. In einer gekrümmten, leblosen Haltung erscheint der Körper zugleich real und fremd – angesiedelt zwischen Tier und Mensch, zwischen Schönheit und Schmerz.
De Bruyckere nutzt die Haut als künstlerisches Medium, um eine unmittelbare, körperlich spürbare Erfahrung zu erzeugen – eine Begegnung, die unter die Oberfläche geht – Faszinierend und aufwühlend zugleich.
Diese Kunstpause findet im Rahmen der Wechselausstellung „Das Glück dieser Erde. Dürer, Rubens, Goya: Pferde in der Kunst“ statt.
Mit Wibke Birth