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Vortrag: Perspektiven auf den Fall Schneider/Schwerte

10 Februar 2022

Vortrag zu „Lernen. Forschen. Machen. 150 Jahre RWTH Aachen“

Perspektiven auf den Fall Schneider/Schwerte – ein Hochschulskandal erschüttert (nicht nur) die RWTH
Im April 1995, mitten in den Vorbereitungen der RWTH zu ihrem 125-jährigen Hochschuljubiläum, erschütterte die Aachener Hochschule ein Skandal, der internationale Entrüstung auslöste. Niederländische Journalist*innen hatten den ehemaligen TH-Rektor Professor Hans „Schwerte“ als den bis dato tot geglaubten SS-Hauptsturmführer Dr. Hans Ernst Schneider enttarnt. Demnach war Dr. Schneider nicht, wie angenommen, 1945 gefallen. Vielmehr hatte er sich, basierend auf einer gefälschten Identität eine neue Karriere als Germanist und Hochschulfunktionär aufgebaut – und dabei zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Durch investigative Recherchen unter Druck gesetzt, gab „Schwerte“ schließlich in einer Selbstanzeige an die Hochschule zu, in Wahrheit Hans Ernst Schneider zu sein und der Empörung über den Betrug als solchen folgten rasch drängende Fragen der Öffentlichkeit nach Mitwissenden. Doch die wichtige Diskussion über die Verantwortung der Universität gegenüber der eigenen Vergangenheit geriet unter die Räder gegenseitiger Schuldzuweisungen. Angelina Pils vom Historischen Institut der RWTH Aachen untersucht neues Quellenmaterial und historisiert die Biografie Schneider/Schwertes angemessen.

Der Vortrag ist kostenfrei.

Referentin: Angelina Pils

 

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Details

Datum:
10. Februar 2022
Zeit:
18.30
Veranstaltungskategorie:
Webseite:
http://www.centre-charlemagne.eu/termin/vortrag-perspektiven-auf-den-fall-schneider-schwerte/